Viele Mittelständler unterschätzen SEO und verlieren Kunden an die Konkurrenz. Sichtbarkeit bei Google entscheidet heute über Erfolg. Warum SEO für den Mittelstand jetzt unverzichtbar ist, lesen Sie im Blog.
Weiterlesen →Ich beschäftige mich seit Jahren damit, für Unternehmen Google Business einzurichten, zu optimieren und langfristig auf stabile Sichtbarkeit auszurichten. Je mehr Projekte ich begleite, desto klarer zeigt sich ein Muster. Die Google Business Verifizierung ist nicht nur schwer vorhersehbar, sondern wirkt für viele wie ein Zufallsgenerator. Ich habe selbst mehrere Einträge direkt hintereinander erstellt, alle mit ähnlichen Daten und identischen Voraussetzungen, und trotzdem verlief jeder Prozess anders. In einem Fall war der Eintrag innerhalb von Minuten aktiv. In zwei anderen Fällen wurde die Videoverifizierung verlangt, obwohl die Standorte kaum voneinander abwichen.
Ich beschreibe in diesem Artikel drei reale Fälle, die ich innerhalb weniger Wochen erlebt habe. Alle drei Geschäfte hatten noch keine Website. Alle drei lagen in städtischer Nähe, aber unter völlig unterschiedlichen Sichtbarkeitsbedingungen. Genau diese Unterschiede bestimmen, wie Google Business den Standort bewertet. Die Google Business Verifizierung folgt dabei keiner Willkür, sondern einer Logik, die man erst erkennt, wenn man viele Einträge parallel betreut.
Der erste Standort lag in einem zentrumsnahen Bereich einer größeren Stadt. Der Straßenabschnitt war belebt, es gab Gastronomie, Geschäfte und eine klare Fassadenstruktur. Außenbestuhlung, Passanten und erkennbare Gewerbeflächen sorgten für ein Umfeld, das Google bereits gut aus anderen Kontexten kennt. Ich habe den Eintrag erstellt, die grundlegenden Daten eingetragen und keine fünf Minuten später war er freigeschaltet. Es gab keine Rückfragen, keine zusätzliche Prüfung und keine Videoverifizierung. Für mich war schnell klar, warum das so lief. Die Umgebung hat für Google bereits genügend Signale geliefert. Die Adresse war eindeutig, der Geschäftsbereich war klar als gewerblich erkennbar und der Algorithmus musste kaum Unsicherheit ausgleichen.
Der zweite Standort lag außerhalb des Zentrums, in einem ruhigeren Stadtteil. Das Gebäude war sichtbar, aber die Umgebung wirkte weniger belebt und weniger eindeutig gewerblich. Die Straße war breiter, der Eingangsbereich wirkte zurückhaltender und bot weniger klare Hinweise auf einen geschäftlichen Betrieb. Genau hier wurde die Videoverifizierung ausgelöst. Google verlangt in diesem Fall, dass ich die Fassade, die Tür, das Interieur und bestimmte Merkmale des Standorts per Video nachweise. Der Prozess ist nicht kompliziert, aber er dauert länger und zwingt die Inhaber dazu, während eines bestimmten Zeitfensters vor Ort zu sein.
Der dritte Standort lag außerhalb von Bonn, im weiteren Rhein Sieg Gebiet. Dieser Bereich wirkte beim ersten Besuch neutral. Die Fenster waren verdeckt, der Eingangsbereich war schlicht und es gab keinerlei öffentlichen Hinweis auf eine geschäftliche Nutzung. Für Google sind solche Gebäude besonders schwierig. Ohne Website und ohne sichtbare Geschäftssignale fehlt dem Algorithmus die Grundlage, um Vertrauen aufzubauen. Auch hier war die Videoverifizierung unvermeidbar. Der Unterschied war allerdings deutlich. Google prüfte die Räumlichkeiten konsequenter und verlangte während des Prozesses zusätzliche Aufnahmen, bis der Standort eindeutig identifiziert war.
Ich erkenne bei solchen Fällen immer wieder dieselben Muster. Google analysiert die äußere Sichtbarkeit, die Anzahl verfügbarer Datenpunkte und die Eindeutigkeit des Gebäudes. Dazu gehören unter anderem:
Fassadenform
umliegende Gewerbeflächen
Bewegung im Umfeld
historische Daten aus Street View
öffentlich sichtbare Elemente
Klarheit des Eingangs
Je mehr davon vorhanden ist, desto leichter wird die Google Business Verifizierung. Fehlen diese Elemente, steigt die Wahrscheinlichkeit für Videoverifizierung enorm.
In allen drei Fällen gab es keine Website. Dadurch bleibt Google nichts anderes übrig, als die physische Umgebung stärker zu gewichten. Wenn ich für Kunden arbeite, die bereits einen sauberen Webauftritt haben, läuft der Prozess meist reibungsloser. Der Algorithmus erkennt zusätzliche Signale wie:
Impressum
Öffnungszeiten
Bilder
strukturierte Daten
Standorteinbettungen
Erwähnungen in Verzeichnissen
Ohne diese Daten fällt Google zurück auf die reine Standortanalyse. Das führt dann zu deutlichen Unterschieden zwischen urbanen und weniger urbanen Bereichen.
Der Standort im zentrumsnahen Bereich hat alle Vorteile vereint, die Google benötigt. Die Adresse war aktiv frequentiert, das Umfeld wirkte einladend und eindeutig gewerblich. Die Datenlage war so klar, dass Google den Eintrag sofort aktivieren konnte. Gerade in Stadtbereichen mit hoher Öffentlichkeitspräsenz ist die Wahrscheinlichkeit einer direkten Freischaltung deutlich höher. Ich erlebe dieses Muster seit Jahren und sehe selten Ausnahmen.
Sobald ein Gebäude nicht eindeutig als Geschäft erkennbar ist, greift Google sofort zu visuellen Prüfungen. Der Standort am Stadtrand war sichtbar, aber die Kontextsignale waren schwächer. Die Straße hatte weniger Fußverkehr, die Umgebung war offener und die gewerblichen Hinweise waren subtiler. Deshalb musste der Standort per Video nachgewiesen werden. Google verlangt in solchen Fällen meistens folgende Nachweise:
Fassade
Eingang
Schild oder Logo
Innenbereich
Elemente, die eindeutig dem Betrieb zugeordnet sind
Das Video ersetzt quasi die fehlenden Umweltinformationen.
Der dritte Standort lag nicht nur außerhalb der Stadt, sondern wirkte auch äußerlich neutral. Während der Videoverifizierung wird sofort sichtbar, wie sehr Google aus der Unsicherheit heraus handelt. Ich musste Elemente wie Klingel, Türschilder, Innenräume und eine durchgehende Verbindung zwischen Außenbereich und Geschäft zeigen. Je neutraler die Fassade wirkt, desto höher der Prüfdruck. Diese Situationen sind für viele Inhaber frustrierend, aber die Logik dahinter ist nachvollziehbar.
Viele gehen davon aus, dass Google auf Basis der eingetragenen Daten entscheidet. Das stimmt nur teilweise. Die wichtigste Rolle spielt der Standort selbst. Google versucht, Missbrauch zu verhindern, und stützt sich deshalb stärker auf visuelle Daten als früher. Ein bestehender Standort mit guter öffentlicher Präsenz fällt automatisch in eine niedrigere Risikokategorie. Ein Standort ohne sichtbaren Hinweis fällt automatisch in eine strengere Prüfung.
Die letzten zwei Jahre haben die Anforderungen bei Google Business spürbar verschärft. Unternehmen ohne Website werden deutlich genauer geprüft. Neue Betriebe mit neutraler Fassade rutschen fast immer in die Videoverifizierung. Der Algorithmus versucht durch diese Schritte lediglich sicherzustellen, dass der Standort wirklich existiert. Genau deshalb erkenne ich in jedem Projekt dieselben Muster.
Wenn Unternehmen verstehen, wie Google diese Entscheidungen trifft, wird der Prozess berechenbar. Ich bereite jede Verifizierung heute so vor, dass der Standort während der Videoanforderung strukturiert nachgewiesen werden kann. Häufig dauert die Freischaltung nur deshalb länger, weil der Aufbau der Umgebung oder die äußere Beschaffenheit unklar ist. Ich sehe diese Unterschiede heute als festen Bestandteil jedes Projekts.
Auf meiner Trends Seite teile ich regelmäßig neue Erkenntnisse, sobald Google Abläufe verändert. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die aktuellen technischen Entwicklungen unter https://fipsolutions.de/trends
Ein guter ergänzender Fachartikel, der die Bedeutung lokaler Signale erklärt, stammt von Bloofusion. Er beschreibt detailliert, wie Google Standortdaten gewichtet und warum Sichtbarkeit eine so große Rolle spielt. https://www.bloofusion.de/blog/local-seo-signale/
Ich erkläre Unternehmen immer, dass diese Unterschiede nichts mit Fehlern im Eintrag oder mangelnder Seriosität zu tun haben. Die Google Business Verifizierung basiert vollständig auf der Menge und Qualität der Informationen, die Google für eine Bewertung nutzen kann. Wenn keine Website vorhanden ist, stellt der Standort selbst das wichtigste Signal dar. Je klarer ein Gebäude sichtbar ist, je eindeutiger der Eingangsbereich wirkt und je mehr externe Datenpunkte existieren, desto leichter fällt Google die Freischaltung. Wenn diese Faktoren schwächer ausgeprägt sind, verlangt Google zusätzliche Beweise und greift zur Videoverifizierung. Diese Logik ist streng, aber nachvollziehbar. Wer sie versteht, kann den Prozess realistisch einschätzen, vorbereitet angehen und deutlich schneller erfolgreich abschließen.
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